Banken verschicken jährlichen Kostenausweis

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Rund sieben Jahre hat es gedauert, bis die aktuelle Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente ins Leben gerufen wurde. Der vollständige Titel der Richtlinie lautet „Markets in Financial Instruments Riective“ und wird ganz einfach mit Mifid II abgekürzt. Darin enthalten ist unter anderem die Vorgabe für Banken, ihren Kunden jährlich eine genaue Auflistung aller Kosten zukommen zu lassen. Was für Verbraucher erst einmal die Transparenz steigert, dürfte im gleichen Atemzug bei vielen Bankkunden aber auch ein gewisses Unwohlsein fördern. Immerhin werden so oft Kosten deutlich, die einem vorher nicht unbedingt bewusst waren.

Gebührentransparenz für Bankkunden soll erhöht werden

Geht es um die Einführung von Gebühren, haben sich die deutschen Banken in den letzten Jahren nicht unbedingt zurückhaltend gezeigt. Neu eingeführt wurden zum Beispiel die generellen Kontoführungsgebühren bei vielen Bankhäusern, die ein komplett kostenloses Girokonto mittlerweile zur Seltenheit machen.

Da es nicht immer ganz einfach ist, die Gebühren alle korrekt zu durchschauen, wurde die Richtlinie Mifid II ins Leben gerufen. Banken sind seit jeher verpflichtet, ihren Kunden einmal im Jahr eine genaue Aufstellung über die Kosten zu liefern. Aufgeführt werden müssen hier zum Beispiel die Gebühren für Anlagen, mit denen die Rendite teilweise deutlich geschmälert wird. Also beispielsweise Ausgabeaufschläge, Kosten für aktive Fonds etc.

Viele Kontobesitzer und Anleger dürften einen faden Beigeschmack beim Blick auf die Kosten bekommen.

Übler Beigeschmack?

Generell ist die Einführung dieser Vorgabe für Bankkunden enorm positiv zu bewerten, da die Transparenz auf dem Markt deutlich erhöht wird. Allerdings dürften viele Kontobesitzer und Anleger einen faden Beigeschmack beim Blick auf die Kosten bekommen. Die Hausbanken sind in ihren Leistungen in der Regel deutlich teurer als zum Beispiel die Konkurrenz aus dem Internet.

Hierfür sorgen zum Beispiel die unternehmensinternen Provisionen, gleichzeitig aber auch die Kosten für Mieten und ähnliches. Die Rendite wird durch diese Kosten also enorm belastet – und genau das wird vielen Bankkunden beim Betrachten des Kostenausweises vermutlich das erste Mal so richtig bewusst.

Clever ist es daher, sich nach dem Überprüfen des Ausweises möglichst nach preisgünstigeren, aber leistungsstarken Alternativen umzusehen. Auch hier hilft die neue Richtlinie, wenn auch bislang nur in der Theorie. Schon bald muss in Deutschland eine zentrale Webseite zur Verfügung stehen, auf welcher die Gebührenmodelle der Bankhäuser transparent aufgeführt sind.

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