Rentenreform der Großen Koalition und die fatalen Folgen

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Mit Pauken und Trompeten hat die GroKo in den letzten Tagen eine neue Rentenreform auf den Weg gebracht. Die Entscheider in der Politik sind höchstbegeistert und erklärten, dass diese Reform ein Ergebnis einer besonders guten Zusammenarbeit der Parteien sei. Aber ist dem wirklich so? Beim genaueren Hinsehen nämlich offenbart die Rentenreform einige fatale Folgen.

Rentengarantie, höhere Mütterrente und mehr

Beim ersten Hinhören klingen die Pläne zur Rentenreform der großen Koalition erstklassig. Immerhin soll durch eine Rentengarantie sichergestellt werden, dass die Altersabsicherung noch bis 2025 auf dem heutigen Stand von 48 Prozent gehalten werden kann. Abgerundet wird das Ganze dadurch, dass die Beiträge bis 2025 nicht auf über 20 Prozent steigen sollen (aktuelle 18,6 Prozent des Bruttoverdienstes).

Zusätzlich dazu plant die Große Koalition deutliche Verbesserungen beim Thema Mütterrente. Alle Mütter, mit vor 1992 geborenen Kindern erhalten jetzt einen sogenannten Rentenpunkt zusätzlich. Im Osten der Republik ist ein solcher Punkt mit 30,69 Euro gleichzusetzen, im Westen gibt es 32,03 Euro. Ebenfalls vorgesehen ist zudem, dass die Erwerbsminderungsrente verbessert werden soll und Beschäftigte mit einem geringen Einkommen bei den Beiträgen entlastet werden.

Junge Menschen sind unterm Strich die Leidtragenden dieser Rentenreform. Sie müssen noch mehr für das hohe Alter vorsorgen – je früher desto besser.

Fatale Folgen bereits absehbar

So schön diese Änderungen in der Theorie klingen, so schwer dürften sie in der Praxis auch umzusetzen sein. Gerade der jüngere Teil der Bevölkerung darf zurecht nervös werden, denn die Planungen decken sich nicht wirklich mit den dazugehörigen Zahlen. So wird es einen Betrag von rund 493.000.000.000 (493 Milliarden) brauchen, um das Rentenniveau sogar bis 2040 stabil zu halten.

Dieses Geld muss natürlich erst einmal irgendwo herkommen und wird tendenziell durch höhere Rentenbeiträge oder höhere Steuern gedeckelt. Die Mehrwertsteuer müsste so im Jahr 2030 zum Beispiel um vier Prozent angehoben werden, alternativ müsste der Beitragssatz im Jahr 2040 auf 25 Prozent steigen.

Ein weiteres Problem der neuen Rentenreform liegt zudem im demografischen Wandel. Die Menschen in Deutschland werden immer älter, so dass der Anteil an Einzahlern und Rentnern immer näher zusammenrückt. Aktuell kommen auf 100 Einzahler 60 Rentner, 2030 wird das Verhältnis laut Experten bei 1:1 liegen. Junge Menschen sind unterm Strich also die Leidtragenden dieser Rentenreform.

Die jüngere Generation muss noch mehr für das hohe Alter vorsorgen und kann sich zugleich nicht mehr darauf verlassen, dass wirklich eine ausreichende Rente gezahlt wird. Für das junge Deutschland ist die Rente nun also noch einmal ein Stück unsicherer geworden. Umso wichtiger, dass bereits frühzeitig an die eigene Zeit im hohen Alter gedacht wird.

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