Viele Vorsorgeverträge sind große Kostenfallen

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Die betriebliche Altersvorsorge verspricht das, wovon viele Anleger nur träumen können. Schon mit kleinen Einzahlungen kann monatlich so viel Vermögen aufgebaut werden, dass dies für spätere Zeiten eine deutlich höhere Auszahlung einbringt. Aber ist dem wirklich so? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Hartmut Walz in seinem Werk „Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen“. Und hier wird deutlich, dass viele Vorsorgeverträge gar nicht als so genial bezeichnet werden können. Im Gegenteil: Oftmals handelt es sich hierbei um wahre Kostenfallen mit einer bösen Überraschung.

Betriebliche Altersvorsorge beliebt in Deutschland

Die betriebliche Altersvorsorge ist bei deutschen Arbeitnehmern enorm beliebt. Hierbei schließt der Arbeitgeber für seinen Angestellten eine Kapitallebens,- Renten- oder fondsbasierte Lebensversicherung ab, für welche monatlich ein gewisser Betrag gezahlt wird. Dieser Betrag kann direkt vom Arbeitgeber übernommen werden, gleichzeitig können diese vom Bruttolohn des Arbeitnehmers abgezogen werden oder werden als 50-50-Modell von beiden Parteien gleichermaßen gestemmt.

Was erst einmal verlockend klingt und als guter Zusatz für das Alter angesehen wird, ist beim genauen Hinsehen aber oftmals ein echter Sorgenfall.

Zwischen der Bruttorente und der Nettorente gibt es horrende Unterschiede.

Arbeitgeber trifft in der Regel keine Schuld

In seinem Werk bezieht sich der Autor zum Beispiel auf den Fall eines Maklers, dessen Kundin nach dem Studieren des Buches offenbar ihre Direktversicherung vorzeitig gekündigt hat. Deutlich wird hier, dass diese in ihrem Fall genau die richtige Entscheidung getroffen hat. Zwischen der Bruttorente und der Nettorente gibt es dabei horrende Unterschiede, welche aufgrund von Steuerzahlungen und der Krankenversicherung schnell zu einer Minderung um die Hälfte sorgen können. Viele Vorsorgevermittler locken die Verbraucher mit einem Steuervorteil, bei dem sich aber in Wahrheit nur um eine Steuerverschiebung handelt. Von einem Vorteil kann keine Rede sein.

Zusätzlich dazu locken oftmals hohe und nicht selten versteckte Kosten, die bei Vertragsabschluss nicht sofort deutlich werden. Hierzu gehören zum Beispiel die sogenannten Abschluss- und Vertriebskosten. Zusätzlich dazu werden vor der Auszahlung der Rentenbeträge in aller Regel noch Verwaltungskosten abgezogen. Diese fallen auch in der Auszahlungsphase an, dann allerdings in der Regel immerhin deutlich geringer. Greift dann auch noch die Inflation um sich, ist die tatsächliche Auszahlung am Ende der Ansparphase aber deutlich geringer als erwartet. Nicht selten ergibt sich so die Situation, dass statt der betrieblichen Altersvorsorge zum Beispiel lieber eine kleine Gehaltserhöhung ausgezahlt wird. Dieses zusätzliche Geld, auch wenn es nur 40 oder 50 Euro im Monat sind, könnte dann zum Beispiel in einen ETF-Sparplan angelegt werden. Gerade auf langfristige Sicht dürften hier deutlich größere Renditen locken.

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