Was man für Geld nicht kaufen kann

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Geld spielt in der heutigen Gesellschaft eine immer größer werdende Rolle. Im privaten Bereich streben die Menschen nach Ansehen und investieren ihr Geld daher in Luxusartikel oder ähnliches. Das wiederum ruft Firmen auf den Plan, die mittlerweile überall ihre Werbung platzieren, wo es nur irgendwie möglich ist. Im Buch „Was man für Geld nicht kaufen kann“ prangert Autor Michael J. Sandel genau diesen Umstand an. Der Autor untermalt mit zahlreichen Beispielen, wie stark unsere Gesellschaft auf den Konsum ausgerichtet ist und wie wir hier wieder eine andere Richtung einschlagen können.

Ist die gesamte Welt käuflich?

Sandel stellt in seinem Werk eine ziemlich straffe These auf, indem er erklärt, dass die gesamte Welt käuflich gemacht wird. Was auf den ersten Blick ein wenig überzogen klingt, wird durch den Autor mit zahlreichen Beispielen jedoch verdeutlicht. Da wären zum Beispiel die Fußballstadien auf der ganzen Welt, die oftmals die Namen bekannter Unternehmen tragen. In den Vereinigten Staaten werben zudem bereits Hähnchenverkäufer für ihre feurigen Hähnchen auf Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr. Für Sandel ist dieser Umstand ein Grund, den Konsum der Menschheit stark zu hinterfragen.

Zusätzlich prangert der Autor auch hier die soziale Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich an. Die Reichen in der Bevölkerung könnten zum Beispiel Strafen in Form von Bußgeld leichter verkraften und würden sie deshalb auch eher in Kauf nehmen. Als prominentes Beispiel nennt Sandel hier die Ein-Kind-Politik in China: Reiche Familien würden Kinder in die Welt setzen und Strafzahlungen in Kauf nehmen. Der arme Teil der Bevölkerung tut hingegen alles, um weiteren Nachwuchs zu verhindern.

Normen geraten in den Hintergrund

Ebenfalls kritisiert wird vom Autor die Tatsache, dass die gesellschaftlichen Normen immer mehr in den Hintergrund gerückt werden, da die finanziellen Aspekte ins Rampenlicht gerückt werden. Besteht ein Vorteil auf beiden Seiten eines Geschäfts, wird über mögliche Folgen für Dritte in der Regel nicht mehr lange nachgedacht. Stattdessen setzt nach kurzer Freude wieder der Drang nach einem neuen erfreulichen Geschäft ein.

Michael J. Sandel beschreibt diese Entwicklungen in seinem Buch aber nicht nur, sondern liefert auch Lösungsansätze. Von den Ökonomen fordert er, dass diese moralische Aspekte in ihr Handeln und ihre Denkweise integrieren. Darüber hinaus sollte wieder mehr auf gesellschaftlich geachtete Belohnungen gesetzt werden. Hiermit sind vor allem nichtkäufliche Belohnungen, wie zum Beispiel der Nobelpreis, gemeint. Glücklich dürften mit dem Werk aufgrund der zahlreichen Beispiele und Erklärungen auch die Leser werden, die Themen rund um die Finanzwelt bisher kalt gelassen haben.

Was man für Geld nicht kaufen kann

Die moralischen Grenzen des Marktes


  • Author/In: Michael J. Sandel
  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 3. (12. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354837526X
  • ISBN-13: 978-3548375267

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