Zinseszinseffekt – Der Freund des Anlegers

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Der Zinseszins-Effekt

Auch ohne ganz große Erfahrung im Bereich der Anlage dürften viele Menschen bereits vom Begriff Zinseszinseffekt gehört haben. Die Wenigsten allerdings wissen hiermit etwas anzufangen. Das ist schade, denn es handelt sich hierbei um einen der positivsten Effekte im Finanzbereich – einige Experten bezeichnen den Zinseszinseffekt sogar als „Weltwunder“. Warum, wieso, weshalb, das schauen wir uns im Folgenden jetzt einmal genauer an.

Einfache Rechnung: Frühere Anlage, größerer Effekt

Die alte Weisheit: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, lässt sich mit Bezug auf den Zinseszinseffekt wunderbar verwenden. Im Grunde genommen handelt es sich um ein echtes Muss für die eigene Anlage, da die Rendite spielend leicht gesteigert werden kann. Definiert ist der Zinseszinseffekt dadurch, dass auch die Zinsen aus einer Anlage noch einmal verzinst werden. Der Effekt beruht also darauf, dass die Rendite bzw. die Zinserträge immer wieder zum gleichen Zinssatz mit der eigentlichen Summe angelegt werden.

Besonders effektiv ist diese Form der Anlage natürlich dann, wenn zu einem möglichst frühen Zeitpunkt eingestiegen wird. Dabei ist es erst einmal vollkommen nebensächlich, ob es sich beim eigenen Sparplan um Fonds oder ein anderes Modell handelt. Der Grundstein des Erfolgs zeigt sich beim Zinseszinseffekt zwar erst nach einer längeren Zeit, dafür dann aber umso deutlicher. Wer hier zu spät einsteigt, muss für den gleichen Ertrag eine deutlich größere Anlagesumme aufbringen. Die Gründe hierfür sind klar: Immerhin müssen nicht nur die Raten der Sparphase aufgeholt werden, sondern eben auch die eingefahrenen Zinserträge.

Sparphase so lange wie möglich ausreizen

Jeder Sparer sollte sich im Zusammenhang mit dem Zinseszinseffekt also bewusst sein, dass die Sparphase der Anlage möglichst lange ausgereizt werden sollte. Nicht zu empfehlen ist es hingegen, eine Anlage aufzulösen und dann neu aufzusetzen. In diesem Fall wären alle Vorteile des Effektes dahin. Mit einer kleinen Beispielrechnung anhand der gegebenen Rendite der Kapitalmärkte in den letzten Jahren lässt sich das Ganze verdeutlichen: Wer vor rund 27 Jahren 300 Euro monatlich in ein breites Portfolio angelegt hat, kann sich bei einer Einzahlung von rund 100.000 Euro über ein Vermögen von 313.250 Euro freuen. Wurde erst vor 14 Jahren mit dem Sparplan begonnen, wurde natürlich nur gut die Hälfte des Kapitals eingezahlt. Effektiv liegt das angesparte Kapital dann jedoch nur bei einem Viertel, also bei rund 80.000 Euro.

Es bleibt also festzuhalten: Für alle Anleger ist der Zinseszinseffekt etwas Wundervolles, denn er kann die Zinserträge innerhalb von mehreren Jahren beachtlich steigern. Wichtig ist hierfür jedoch, dass möglichst früh mit der Anlage gestartet wird, um den Effekt maximal ausnutzen zu können.

Beispiel


Folgende Tabelle zeigt, wie hoch eine monatliche Sparrate sein muss, wenn ein Anleger mit 20, 25, 30, 40 oder erst mit 50 Jahren anfängt zu sparen, um mit 60 Jahren mindestens 300.000,- EUR zu haben.

 Jährliche Rendite
Beginn mit ...2%3%5%7%
... 20 Jahren410 €327 €202 €120 €
... 25 Jahren495 €407 €270 €174 €
... 30 Jahren610 €518 €367 €256 €
... 40 Jahren1.018 €916 €737 €588 €
... 50 Jahren2.260 €2.147 €1.936 €1.744 €

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